Andrea Greiner

Andrea Greiner

Ich schreibe alles, was mir in den Sinn kommt – und Unsinn.
Ich mag Fußball und Theater, Musik und Stille, den Regen, den Schnee, die Berge, Flüsse und Seen, das Meer, Burgen und alte Katen.
Naturverbunden und offen für die Welt, in ihren dunklen, wie auch in ihren schönen Farben, zeichnen mir Bilder Worte.
Ich mag es, wenn sie natürlich fließen und den Geist tragen.

Ich möchte sie nicht in Zeilen und Formen zwingen, die ihnen nicht passen, gelesen durch meine Brille.
Es heißt Bilderrahmen.
“Das Bild bestimmt den Rahmen. Nicht der Rahmen das Bild.”

Gut, es gibt Rahmen, die machen erst das Bild.
Diese Tinte ist aber nicht in meinem Fässchen.
Ich kann nicht sehen was ich schreibe, muss schreiben was ich sehe, was ich fühle.

Manchmal wache ich auf und die Worte fügen sich in die Anfänge des Tages, als ob sie mir in die Gedanken gelegt worden wären, während ich schlief.

Mitglied im Autorenkreis Ruhr-Mark e.V. seit 2020.

 

Das Spielmannslied

Weite.

Endloses Grün.
Ein feuchter Schleier
zieht durch das Tal,
legt nieder sich auf Wiesen.
Klar ist die Luft.
Still ist der Tag.
Im Bachlauf reines Wasser fließt.
Ich höre das Rauschen,

das ahnungslose Gestern,

das Blut.

Das Klirren der Schwerter
hallt noch in den Bergen.
An ihren Klingen
spalten sich Träume
und Sonnenstrahlen brechen.
Verlogen
ziehen weiße Wolken
über diese dunkle Saat,
spielt der Wind
mit toten Haaren.
Die Axt aus Schmerz
trennt alle Schilde
und blutgetränkte Hoffnungen.

Weite.

Endloses Rot.
Ein feuchter Schleier
zieht durch das Tal,
legt nieder sich auf Wiesen.
Schwer ist die Luft,
schweigend der Tag.
Im Bachlauf fließen Tränen.
Ich höre noch das Rauschen,

das ahnungslose Gestern,

das Fest.

 

Auf den Mauern spielen Fanfaren.

© Andrea Greiner