Unser Mitglied Ulrike Schmidt lädt in ihrem neuen Buch „Der Himmel über uns“ zu einer berührenden Gedankenreise ein. In 72 Gedichten teilt sie offen, was sie bewegt, bedrückt und was sie sich vom Leben erträumt.
Das optische Highlight: Ihre Enkelin Mia Sophie hat das Buch mit 11 passenden Illustrationen liebevoll gestaltet – eine wunderbare Zusammenarbeit zweier Generationen!
Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem schönen Erfolg!
Unsere Mitglieder Ulrike Schmidt und Susanne Weppner‑Belz gestalteten am Samstag, den 06.06.2026, gemeinsam mit der Gevelsberger Autorin Cornelia Biermann eine Lesung beim Frauenfrühstück des VdK Ortsverbands Gevelsberg in der Sportalm Gevelsberg.
Die Veranstaltung wurde von der Frauenbeauftragten des VdK OV, Elke Brüninghaus, eröffnet und moderiert. Die Autorinnen präsentierten eine abwechslungsreiche Auswahl an Gedichten und Geschichten und standen anschließend für Fragen zur Verfügung. Auch mitgebrachte Bücher konnten erworben werden.
Zum Abschluss bedankten sich Frau Brüninghaus und ihre Stellvertreterin Susanne Steinat mit Blumen bei den Autorinnen.
Am 28.05.2026 fand im Bürgerhaus „Alte Johanneskirche“ wieder eine Lesung unserer Autorinnen Ulrike Schmidt und Brigitte Hausherr statt. Bei sommerlicher Temperatur und Duft nach frischen Waffeln und Kaffee war der kleine Raum mit interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern fast voll besetzt.
Nach der Begrüßung durch die Leitung des Bürgerhauses, Frau Steller, trugen die beiden befreundeten Autorinnen eine bunte, gut abgestimmte Reihe von Gedichten und Geschichten vor. Ulrike Schmidt bekundete mit ihren Gedichten des Sommers ihre Verbundenheit zur Natur und nahm die Zuhörenden mit in die Zeit zum Träumen. Danach las sie eine phantasievolle, nachdenkliche Geschichte, in der ein Schmetterling in ihrer Hand zur Fee wird. Diese Geschichte wurde kürzlich in einer Anthologie („Entlang der Worte“ – Sternenblick) veröffentlicht. Brigitte Hausherr berichtete von einem Besuch im südholländischen „Keukenhof“, durch den sich die Anwesenden mitgenommen fühlten in die Blumenpracht. Ihr folgendes Frühlingsgedicht passte sich genau daran an. Das Faszinierende an Brigitte Hausherrs Geschichten und Reiseberichten sind die naturgetreuen, bildhaften Schilderungen, in denen man die Landschaft vor sich sieht, gepaart mit wissenschaftlichen, erklärenden Details.
Nach einer Pause stellte Ulrike Schmidt ihren neuen Gedichtband „Der Himmel über uns“ vor. Ihre 13-jährige Enkelin Mia Sophia hat mit wunderschönen Zeichnungen das Cover gestaltet und das Innere des Buches bereichert. Ulrike Schmidts Gedichte und Geschichten zeigen eine starke Aussagekraft ihrer Empfindungen und spiegeln häufig leise Wehmut wider. Brigitte Hausherr erfreute die Gäste noch mit einem „Brief aus Costa Rica“. Zum Schluss schilderte sie die technischen Tücken der „Schönen neuen Welt“, denen man statt mit Frust besser mit Humor begegnet.
Frau Steller überreichte den beiden Autorinnen als Dank wunderschöne Blumensträuße, und das Publikum bedankte sich für den abwechslungsreichen und gefühlvollen Nachmittag mit reichlichem Applaus.
R o s e – Königin der Blumenpracht, Wunder der Schöpfung, du erfreust uns mit schönsten Farben, schneeweiß, blutend rot, der Sonne gelb und rosarot, staunend wir dich bewundern – stolz, sanft und sacht!
R o s e – schönes Maienkind, aus Mutter Erde gewachsen, wie prachtvoll du wiegst von Sonnen warm im Frühlingswind, Armen gleich streckst du deine Zweige verwegen – dornig wehrhaft, doch liebevoll – uns entgegen.
R o s e – Königin der Maiennacht, wer hat dich wohl mit Bedacht uns zum Geschenk gemacht?
Das Vereinsbuch Nr. 1 „Entlang der Worte“ markiert einen Meilenstein für SternenBlick: Es ist der erste Sammelband des Vereins seit seiner Umwandlung in einen gemeinnützigen Verein im Jahr 2018. Inzwischen zählt die literarische Gemeinschaft mehr als 50 Mitglieder. In diesem Band finden Literatur-Interessierte eine facettenreiche Sammlung aus Prosa, Lyrik, Haiku und feinen Zeichnungen. Auch unser Mitglied Ulrike Schmidt ist vertreten, zwei Gedichte und eine Erzählung sind ab Seite 226 zu lesen.
Wir gratulieren ganz herzlich dazu.
Entlang der Worte SternenBlick e.V., Stephanie Mattner & Nadja Felscher April 2026 376 Seiten, mit Grafiken 16,- € ISBN: 978-3-91094-717-7
Im Jahr 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“. An diesem Tag organisieren bis heute Buchhandlungen und Bibliotheken viele Veranstaltungen rund um das Buch. Der geschichtliche Hintergrund ist der katalanische Brauch, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken.
Vor vielen Jahren bekam ich zum Welttag des Buches von einem lieben Freund ein ganz besonderes Buch geschenkt. Mit über vierzig Jahren musste ich wegen einer Umschulung noch einmal die Schulbank drücken. Deshalb packte mein Freund dieses Buch in eine Schultüte. Diese Schultüte war aber mal gerade fünfzehn Zentimeter groß. Darin steckte mein erstes Minibuch. Das Büchlein war drei Zentimeter groß und beinhaltete das Lied der Pariser Commune „Die Internationale“ von 1871 in verschiedenen Sprachen. Auf die Seite mit dem Innentitel hatte mein Freund tatsächlich eine Widmung geschrieben. Das Besondere war, dass man den Text tatsächlich lesen konnte.
So ein kleines Buch hatte ich noch nie zuvor gesehen. Es faszinierte mich so sehr, dass ich versuchte, mehr über Miniaturbücher herauszufinden. Tatsächlich fand ich in Antiquariaten und auf Flohmärkten diese kleinen Bücher. Es gab viele Titel mit politischem Inhalt aus der ehemaligen DDR. Dort wurden sie als Geschenke für Staatsgäste hergestellt. In Buchhandlungen gab es sie nicht zu kaufen. Die Büchlein waren zum Teil in Leder gebunden und hatten auch mal eine Prägung und einen Schnitt aus Gold.
Meine Sammelleidenschaft war erwacht. Nach und nach wuchs mein Bestand. Die ungewöhnlich gestalteten Bücher interessierten mich ganz besonders. Heute umfasst meine Sammlung rund vierhundert kleine Kunstwerke. Keines davon ist größer als zehn Zentimeter. Meine ältesten Titel „Das Seelengärtlein“ mit Gebeten aus dem Mittelalter und ein Palmblattbüchlein wurden im 19. Jahrhundert hergestellt. Das Palmblattbüchlein enthält Aufzeichnungen in Sanskrit und feine Zeichnungen, die mit einem spitzen Gegenstand in das getrocknete Blatt geritzt und mit Asche oder Kohle gefärbt wurden.
Auch auf meinen Reisen entdeckte ich irgendwann die Miniaturbücher. Ein Buch aus der Rinde des Maulbeerbaumes mit kleinen Zeichnungen und einem Verschluss aus Muscheln hat den weiten Weg von der Osterinsel zu mir nach Hause geschafft. Mein weinrotes Leporello mit dem Titel „Sakura – Kirschblüte“ liebe ich sehr. Auf rosa Papier ist hier ein japanisches Volkslied über die Kirschblütenzeit in Deutsch und Japanisch gedruckt. Als Verschluss dient eine pinkfarbene Metallblüte, um die ein Band gewickelt wird. Aus der Tangostadt Buenos Aires stammt ein Miniaturbuch in Form eines Bandoneons. Es enthält einen Stadtführer mit vielen Farbfotos.
Ich könnte noch viel mehr meiner Schätze beschreiben. In meiner Sammlung gibt es inzwischen auch kuriose Stücke, wie z. B. „Das Knopfbuch“, in Form eines Knopfes, „Eis am Stiel“, ein Buch wie ein Eis, „Beißende Aphorismen“, in Form eines Zahnes, „Absacker“, in einen Weinkorken eingearbeitet, „Analog und digital“, in einer Filmrolle versteckt, oder die „Leseretten“, Textrollen in einer Zigarettenschachtel.
Mit meiner Sammellust bekomme ich langsam ein Platzproblem. Ich darf gar nicht daran denken, was aus meiner Sammlung wird, wenn ich bald in eine kleinere Wohnung ziehe.
Am Freitag, 17.04.2026, um 18Uhr30, findet in der Heimatstube Gevelsberg eine Lesung mit Peter Coon statt. Thema: sein Roman „Entgrenzt“. Damit geht es um das Menschsein, philosophische Gedanken über das Leben und um Künstliche Intelligenz.